Grillopark - Parkscapes III
Rostknochen
Das Forschungsprojekt Parkscapes beschreibt eine künstlerisch-theoetische Auseinandersetzung mit ortsbezogenen Berührungserfahrungen. Es fragt nach den unterschiedlichen Aspekten des bildnerischen Potentials der Berührstellen des Oberhausener Grilloparks, auch vor dem Hintergrund der theoriebildenden Möglichkeiten dieser Forschung. Das Projekt nähert sich dem Park über den Begriff der Berührung. Zur Strukturierung, zur Verortung und als Klammer für die unterschiedlichen Praktiken dient der Begriff der Berührstelle. Die parkspezifischen Berührstellen können von materieller Qualität sein, wenn zum Beispiel unterschiedliche Materialien physisch aneinandergrenzen oder aufeinandertreffen. Sie können sich aber auch auf eine emotionale Berührung beziehen, zum Beispiel dann, wenn eine Erinnerung diese Berührung auslöst. Berührstellen bilden sich unter anderem aufgrund einer Resonanz zwischen Ort und Person. Es besteht die Annahme, dass aus dieser Resonanz oder Berührung eine Bildverknüpfung resultiert. Im Kontext der Analyse dieser Bildverknüpfung werden jeweils auch die individuellen transformatorischen Aspekte der Ortsberührung thematisiert. Der methodische Ansatz der Forschung basiert auf der Annahme, dass grundsätzlich jeder Ort auf der Basis seiner Geschichte, seiner materiellen Eigenschaften und in Abhängigkeit seiner spezifischen nicht materiellen Zu- und Einschreibungen ein charakteristisches Gefüge potenzieller Berührstellen aufweist, über welches er mit künstlerischen Praktiken erschlossen werden kann. Der Grillopark ist ein öffentlicher Ort, an dem sich individuelle und kollektive Berührungserfahrungen verschränken. Er ist ein Ort mit einer umfangreichen Geschichte, die mit dem Bau des Oberhausener Rathauses eng verknüpft ist. Der jeweilige Fortschritt der künstlerischen Parkarbeit wird in regelmäßigen Abständen in einer Präsentationsreihe im Rathaus Oberhausen gezeigt.
In dem Abschnitt Parkscapes III / Rostknochen geht es um die Wiederaufnahme einer spezifischen und historisch belegten Blickbeziehung zwischen der großen Platane in der kleinen Wiesenfläche des Grilloparks und der Fassade des historischen Sparkassengebäudes an der Grillostraße. Die Blickbeziehung kann mittels eines dreiteiligen Keramikobjektes nachvollzogen werden. Weitere Informationen zu der Arbeit Parkscapes III / Rostknochen gibt es unter folgendem Link:
- Jahr:2026
- Bereich:Forschung